Dior nutzt jetzt Augmented Reality (AR) und Künstliche Intelligenz (KI) in seiner offiziellen App, um Kundinnen und Kunden die Möglichkeit zu geben, Handtaschen wie die ikonische Lady Dior virtuell anzuprobieren. Die App platziert diese exklusiven Stücke realistisch im Wohnzimmer der Kundinnen und Kunden oder an deren Armen – per Smartphone-Kamera. Die Technologie scannt die Umgebung nach präziser Beleuchtung und Schatten und ermöglicht so 360-Grad-Ansichten von Nähten, Lederstruktur und Fall des Materials – ganz ohne Ladenbesuch. So wird der Kaufprozess nahtlos verbunden, und Dior gewinnt durch die Interaktionen der Nutzerinnen und Nutzer Einblicke in beliebte Modelle.
AR optimiert virtuelles Shopping
Nutzerinnen und Nutzer richten ihr Smartphone auf sich selbst oder ihr Outfit. Anschließend blendet AR die Dior Tasche lebensecht ein und ahmt dabei realistische physikalische Gegebenheiten nach, wie zum Beispiel den Fall von Riemen oder das Falten von Leder. Die weltweit verfügbare Dior-App unterstützt diese Funktion für verschiedene Handtaschenlinien und verwandelt statische E-Commerce-Bilder in interaktive Erlebnisse.
Bei Events wie der Pariser Fashion Week haben Influencer AR-Anproben in den sozialen Medien geteilt und damit virale Trends ausgelöst. Diese Erkenntnisse liefern Dior wichtige Marketingtipps, um die Wünsche der Kundinnen und Kunden besser zu verstehen. Marken wie Dior nutzen aggregierte Sitzungsdaten, um Favoriten wie Cannage-Steppmuster oder neutrale Farbtöne zu identifizieren und so zukünftige Kollektionen zu verfeinern.
KI in Personalisierung und Design
Dior integriert KI für Empfehlungen basierend auf dem App-Verlauf und schlägt Taschen vor, die zu den Interaktionen der Nutzerinnen und Nutzer passen. Das System greift auf Modedatenbanken zurück, um schmeichelhafte Farbkombinationen zu finden. Kundinnen und Kunden berichten von hoher Interaktionsrate; beispielsweise führen virtuelle Farbwechsel auf dem Bildschirm oft zu tatsächlichen Bestellungen und stärken so das Vertrauen in die getroffene Wahl. KI unterstützt auch Diors kreative Arbeitsabläufe, indem sie 3D-Prototypen aus Designbriefings und Archiven von Motiven wie dem Oblique-Muster generiert. Die Produktionsteams nutzen diese für die Einführung limitierter Editionen.
Nachweisliche Umsatz- und Effizienzsteigerungen
Dior beschleunigt seine Digitalisierung mit AR/KI – wie bereits berichtet – und erzielt dadurch messbare Erfolge. KI-gestützte Personalisierung führt bei Luxusmarken wie Dior typischerweise zu bis zu 30% höheren Online-Konversionsraten. Kundinnen und Kunden sehen Lady Dior- oder Vibe-Taschen per Snapchat-Filter oder in der Dior-App virtuell auf sich selbst. So können sie Größe und Stil vor dem Kauf überprüfen. Zusätzlich beantworten KI-gestützte Chatbots Fragen wie „Passt das zu meinem iPhone?“ anhand exakter Maße aus den Designspezifikationen. Insgesamt profitieren die LVMH-Marken, darunter auch Dior, von AR/KI im E-Commerce. Die Daten helfen bei der Bestandsplanung und reduzieren Abfall.
Technologische Herausforderungen und Erwartungen
AR kann bei schwachem Licht Schwächen aufweisen. Daher veröffentlicht Dior Software-Updates basierend auf Nutzerfeedback, um die Schattendarstellung zu verbessern. Beim Hochladen von Fotos bestehen Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes. Dior versichert jedoch, dass die Daten anonymisiert und nach der Analyse gelöscht werden und somit den DSGVO-Standards entsprechen.
Letztendlich kann nichts das Gefühl von echtem Leder ersetzen. Dennoch verkürzen diese Tools den Kaufprozess für Kundinnen und Kunden erheblich. Aufgrund dieser Vorteile baut Dior die AR/KI-Präsenz in seiner App weiter aus und kombiniert sie für Funktionen wie virtuelle Modenschauen der Pariser Fashion Week. Diese Technologien reduzieren Verschwendung und Überbestände durch präzise Bedarfsprognosen und ermöglichen es den Kunden, durch neue Optionen näher an die Marke heranzurücken. Dieser Ansatz stellt sicher, dass Dior auch weiterhin im Luxusmodebereich führend bleibt.







