Du läufst durch eine Art Nebel und plötzlich riecht es überall nach Himbeere, Brombeere oder Menthol? Dann hast du vermutlich zum ersten Mal die Erfahrung mit einer Vape gemacht, wenn auch nur indirekt. Vapes sind kleine bunte Kästchen oder auch größere Geräte, die anders als Zigaretten nicht zwingend nach Tabak schmecken, sondern in verschiedenen Geschmacksrichtungen zu haben sind. Was dahinter steckt, welche Arten von Vapes es gibt und wer sie nutzt, verraten wir dir.
Einweg-Vapes sind vorwiegend im Alltag zu sehen
Wenn dir im Alltag Menschen mit bunten Sticks in der Hand begegnen, handelt es sich meistens um Einweg-Geräte, sogenannte Disposables. Sie sind sofort einsatzbereit, weil der Akku bereits geladen ist und das Liquid fest im Gehäuse steckt.
Du musst keine Knöpfe drücken, sondern ziehst einfach am Mundstück, was nicht zuletzt zum Hype geführt hat. Vor allem Ex-Raucher, die auf der Suche nach einer ähnlich zu handhabenden Alternative sind, begeistern sich für Vapes.
Neben den kleinen Standardformaten für wenige Hundert Züge tauchen im Netz und im Handel immer wieder größere Modelle wie die Tornado Vape auf, die durch auffälliges Design und eine hohe Anzahl an Zügen überzeugen.
Ist der Akku leer oder das Liquid verbraucht, landet das komplette Gerät im Müll. Das ist zwar bequem für den schnellen Konsum, verursacht aber riesige Mengen an schwer recycelbarem Elektroschrott.
Auffüllbare Pod-Vapes werden häufig genutzt
Wer regelmäßiger dampft, greift oft zu offenen oder geschlossenen Pod-Systemen. Diese Geräte bestehen aus einem wiederaufladbaren Akku und einem kleinen Kunststofftank, dem Pod.
- Geschlossene Pods: Du kaufst vorgefüllte Kapseln, steckst sie auf den Akkuträger und tauschst sie nach dem Leeren gegen eine neue aus.
- Offene Pods: Du füllst dein Liquid selbst aus kleinen Flaschen in den Tank ein und kannst den Akku über ein USB-Kabel immer wieder laden.
Diese Systeme sind im laufenden Betrieb deutlich günstiger als Wegwerfprodukte und verursachen wesentlich weniger Müll. Sie bieten dir die Möglichkeit, verschiedene Aromen auszuprobieren und den Nikotingehalt schrittweise an deine eigenen Bedürfnisse anzupassen.
Set-Ups aus Verdampfer und Akkuträger als Alternative
Bevor es die Pod-Systeme gab, waren E-Zigaretten, bestehend aus einem separaten Akkuträger und einem Verdampfer, am häufigsten zu sehen. Sie sind schwerer und technisch anspruchsvoller, viele Vaper nutzen sie zu Hause.
Du kannst die Einstelltasten und das Display nutzen, um die Wattzahl und den Widerstand zu regulieren und die Luftzufuhr anzupassen.
Solche Systeme sind vor allem für erfahrene Nutzer gemacht, die ihre Liquids selbst mischen, Coils selbst wickeln und gern die Kontrolle über ihr Dampfverhalten haben wollen.
Tabakerhitzer sind keine E-Zigaretten
Häufig werden Tabakerhitzer mit Vapes in einen Topf geworfen, technisch handelt es sich aber um eine völlig andere Produktkategorie. Vapes verdampfen eine chemische Flüssigkeit ohne echte Tabakblätter.
Ein Tabakerhitzer nutzt dagegen kleine Stäbchen aus echtem, gepresstem Tabak. Dieses Material wird im Inneren des Geräts nicht verbrannt, sondern durch ein Heizelement auf etwa 300 Grad erhitzt.
Das erzeugt ein nikotinhaltiges Aerosol, das geschmacklich viel näher an einer echten Zigarette liegt als die fruchtigen Aromen einer E-Zigarette. Der typische Geruch nach verbranntem Tabak bleibt zwar aus, der Geschmack unterscheidet sich aber dennoch stark von Liquids.
Ungeeignet für Jugendliche, Schwangere und Nichtraucher
Vapes riechen harmlos nach Frucht, sollten aber nie als Lifestyle-Accessoire missverstanden werden, denn in vielen Liquids ist Nikotin enthalten und das nicht selten in hoher Konzentration. Nikotin wiederum ist ein Nervengift und macht abhängig, außerdem belastet es das Herz-Kreislauf-System.
Aus diesem Grund gehören Vapes nicht in die Hände von Jugendlichen. Der Gesetzgeber stuft den Verkauf an minderjährige Personen sogar als illegal ein, unabhängig davon, ob Nikotin enthalten ist oder nicht.
Wenn du bisher weder rauchst noch dampfst, gibt es keinen Grund, mit dem Vapen anzufangen, da auch das Einatmen aromatisierter Aerosole die Atemwege reizen kann. Für erwachsene Raucher dienen die Geräte allenfalls als Werkzeug zur Schadensminimierung beim Rauchstopp.
Einweg-Vapes könnten künftig verboten werden
Die enorme Verbreitung von Einweg-Geräten sorgt weltweit für scharfe Kritik von Umweltverbänden und Politikern. In jedem Wegwerf-Stick stecken wertvolle Rohstoffe wie Lithium, Kobalt und Kupfer, die nach einmaliger Nutzung meist im Restmüll oder in der Natur landen.
Das führt zu Umweltbelastungen und erhöht die Brandgefahr in Entsorgungsanlagen durch beschädigte Lithium-Ionen-Akkus.
In mehreren europäischen Ländern, darunter Frankreich und Großbritannien, wurden bereits Gesetze auf den Weg gebracht, um den Verkauf von Einweg-E-Zigaretten vollständig zu verbieten. Auch in Deutschland wird intensiv über ein solches Verbot diskutiert. Wenn du dich für das Thema interessierst oder eine Alternative zur Tabakzigarette suchst, führt der Weg langfristig fast immer über wiederverwendbare, nachfüllbare Systeme.







