Pho, Frühlingsrollen und Bánh mì sind in der Schweiz längst keine Exoten mehr. Doch hinter den bekannten Gerichten steckt ein Küchenverständnis, das auf Frische, Gleichgewicht und Vielfalt setzt.
Das Prinzip der Balance
In der vietnamesische küche spielen fünf Geschmacksrichtungen zusammen: süss, sauer, salzig, bitter und scharf. Ein Gericht soll nicht von einem Element dominiert werden, sondern harmonisch abgestimmt sein. Fischsauce, Limettensaft, Zucker und Chili werden deshalb oft individuell am Tisch nachjustiert.
Kräuter und Gemüse
Frische Kräuter wie Koriander, Minze, Thai-Basilikum und Perilla gehören fast zu jedem Gericht. Dazu kommen knackiges Gemüse, Sprossen und Salat. Das macht viele Speisen leicht, aromatisch und gut verträglich.
Reis und Nudeln
Reis ist das Fundament, in Form von Reisnudeln, Reispapier oder Klebreis. Pho besteht aus einer langsam gekochten Brühe mit Reisnudeln, Kräutern und Fleisch oder Tofu. Bún-Gerichte kommen als Nudelsalat mit frischen Zutaten und einer würzigen Sauce.
Regionale Unterschiede
Der Norden gilt als zurückhaltender gewürzt, die Mitte als scharf und raffiniert, der Süden als süsser und üppiger mit mehr Kräutern. Diese Vielfalt macht das Entdecken spannend.
Tipps für den Restaurantbesuch
Probieren Sie mehrere kleine Gerichte zum Teilen. Lassen Sie sich Zutaten erklären und fragen Sie nach der Schärfe. Auch vegetarische Optionen sind meist gut vertreten.
Fazit
Wer sich auf die Geschmackswelt Vietnams einlässt, entdeckt eine Küche, die Leichtigkeit und Tiefe vereint und sich ideal für gemeinsames Essen eignet.







